1. Aus der Geschichte
1855:
Die Anfänge der Barther Oberschule gehen auf das Jahr 1855 zurück, als im Stadtzentrum die Höhere Stadtschule gebaut wurde. Der Neubau kostete damals 20.000 Taler.
1891:
Die Schule bestand aus sechs Klassen, die nur von Jungen besucht werden konnte. Es wurde die Sprachen Englisch/Französisch bzw. Griechisch/Latein unterrichtet. Schüler, die das Abitur ablegen wollten, mußten die letzten zwei Schuljahre (die Obersekunda und die Prima) in den umliegenden grösseren Städten wie Stralsund, Greifswald oder Rostock absolvieren.
1909:
Deshalb wurde 1909 die Höhere Stadtschule von Barth in eine Realschule umgewandelt. Es musste Schulgeld gezahlt werden (je nach Klasse 2 bis 5 Taler). Die Schule hatte acht große Klassenräume, im zweiten Stockwerk eine Aula, die mit je drei Fenstern an der Nord- und Südseite quer durch den Schulbau ging.
1947:
Die Schule besuchten 170 Schüler.
1950/51:
Die Schülerzahl stieg auf 209, die Schule zählte acht Klassen, davon drei 9. Klassen, zwei 10. Klassen, zwei 11. Klassen und eine 12. Klasse. Wegen steigender Schülerzahlen zog die Oberschule in ein neues Gebäude im Stadtrandgebiet Vogelsang. Der Einzug in das umgebaute, ehemalige Kommandanturgebäude der Wehrmacht erfolgte im Dezember 1951.
1955/56:
Die neue Schule verfügte über elf Klassenräume und vier Fach-Unterrichtsräume, eine Aula und eine Turnhalle fehlten.
1947/49:
Seit 1947 bestand ein Internat für 29 auswärtige Schüler. 1949 wohnten hier bereits 91 Schüler.
1955/56:
Mit Schulbeginn wurde ein Zweig der Mittelschule eingerichtet, der mit der 10. Klasse und der mittleren Reife abschliesst. In den 50er Jahren wurden die Schüler oft zu Erntearbeiten in der Landwirtschaft herangezogen. Sie besuchten fast jeden Monat das Theater, gingen ins Kino, feierten und tanzten, gestalteten kulturelle Programme, führten Sportwettkämpfe mit anderen Schulen durch. Die Hausaufgabenzeit betrug täglich ungefähr 200 Minuten.
1965:
Am 11. März 1965 erhielt die Schule den Namen des ersten Ministerpräsidenten der DDR, Otto Grotewohl.
1982:
Es gab es nur noch jeweils eine 11. und eine 12. Klasse auf Grund einer Schulreform, die die Hinführung zum Abitur auf die 11. und 12. Klasse reduzierte. Dadurch verringerte sich drastisch die Schülerzahl, und die Otto-Grotewohl-EOS verlor ihre Selbständigkeit. Von diesem Jahr an existierten die beiden Abiturklassen nur als EOS-Teil der Zehnklassigen Polytechnischen Oberschule Hans Coppi. Diese Situation hielt bis nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten an.
2. Die 90er Jahre
1991:
Es wird das heutige Gymnasium gegründet, das nach den Richtlinien der neuen Schulreform arbeitet. In den ersten Jahren wird in drei Gebäuden unterrichtet, die räumlich weit voneinander entfernt liegen.
1994:
Am 1. Juni wird nach einem Beschluss des Kreistags der Grundstein zu einem grosszügigen Erweiterungsbau gelegt. Die Bausumme beträgt 20 Millionen.
1996:
Am 7. August findet der Unterricht aller Klassen des Gymnasiums Barth erstmalig unter einem Dach statt. Den Schülern stehen moderne Fachräume, eine multifunktionale Sportanlage, aber auch eine Bibliothek, ein Biotop, ein Imbiss im Foyer und mietbare Schliessfächer zur Verfügung. Dadurch haben sich die Lernbedingungen bedeutend verbessert.
1998/99:
Im Gymnasium werden 745 Schüler von 45 Lehrern in 43 Räumen unterrichtet. Busse aus den Orten in einem Umkreis von ca. 35 km bringen die Schüler jeden Morgen zur Schule. Auch überdachte Fahrradständer, sowie Parkplätze für Mopeds und Autos sind vorhanden. Unterrichtet werden die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch, Biologie, Chemie, Physik, Musik, Kunst, Geographie, Astronomie, Informatik, Religion, Philosophie, Geschichte, Sozialkunde, Arbeit- Wirtschaft- Technik und Sport. Neben einer Vielzahl von Freizeitangeboten wie Theater spielen, im Chor singen, Instrumente spielen oder sich in einer Kampfsportart ausbilden finden in den Räumen auch Abendkurse der Volkshochschule statt. Jeder Schüler kann eine warme Mittagsmahlzeit einnehmen (DEM 4,--).